Stand: September 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung der Bestellplattform Bestellio (bestellio.ch) durch Gastronomiebetriebe („Kunde“) und gelten für alle Verträge zwischen dem Kunden und Des-Tech Innovation, Aydin (Einzelfirma, Schweiz; „Anbieter“ oder „wir“).
Anbieterin: Des-Tech Innovation, Aydin, c/o Sonay Aydin, Else-Züblin-Strasse 100, 8404 Winterthur, Schweiz. UID: CHE-410.799.683. Handelsregister Kanton Zürich.
Diese AGB gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung von Bestellio zwischen dem Anbieter und dem Kunden. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
Der Kunde ist ein Unternehmen im Sinne des schweizerischen Rechts. Diese AGB regeln ausschliesslich das Verhältnis zwischen dem Anbieter und dem Kunden; sie gelten nicht für das Verhältnis zwischen dem Kunden und dessen Endkunden.
Bestellio ist eine KI-gestützte QR- und Web-Bestellplattform für Gastronomiebetriebe (insbesondere Imbiss- und Kebab-Betriebe) in der Schweiz. Die Plattform ermöglicht es Endkunden, über einen QR-Code oder eine Websuche Bestellungen aufzugeben, welche dem Kunden über ein Echtzeit-Bestellpanel angezeigt und optional an einen Bondrucker gesendet werden.
Der Anbieter stellt ausschliesslich die technische Infrastruktur zur Verfügung. Der Kaufvertrag über Speisen und Getränke kommt ausschliesslich zwischen dem Endkunden und dem Kunden zustande. Der Anbieter ist nicht Verkäufer, nicht Vertragspartei dieses Kaufvertrags und tritt weder als Kommissionär noch als Stellvertreter des Kunden auf.
Der Vertrag kommt durch die Bestätigung der Registrierung bzw. Einrichtung durch den Anbieter zustande, nachdem der Kunde die für die Einrichtung erforderlichen Angaben (Betriebsdaten, Menü, Kontaktdaten) zur Verfügung gestellt hat. Der Anbieter behält sich vor, eine Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
Es gilt ein gestaffeltes, transparentes Abomodell nach monatlichem Umsatz des Kunden:
Alle Preise verstehen sich in Schweizer Franken (CHF). Rechnungen sind innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar. Der Anbieter kann Preisanpassungen mit angemessener Vorankündigung vornehmen; laufende Verträge werden davon frühestens nach Ablauf der Kündigungsfrist berührt.
Eigentum an der Hardware: Mit vollständiger Bezahlung der einmaligen Einrichtungsgebühr geht das Eigentum an der gelieferten Hardware (Drucker und Tablet) auf den Kunden über. Es handelt sich um einen Kauf, nicht um Miete oder Leihe; die Geräte verbleiben beim Kunden, auch wenn das Abonnement gekündigt wird oder endet. Für die Hardware gilt die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten ab Übergabe (Art. 197 ff. OR); weitergehende Herstellergarantien werden, soweit übertragbar, an den Kunden weitergegeben. Nicht von der Gewährleistung erfasst sind normale Abnutzung, Verbrauchsmaterial (z. B. Druckerpapier) sowie Schäden durch unsachgemässe Behandlung, Sturz, Flüssigkeitseintritt, Überspannung oder Eingriffe Dritter.
Das Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit, ohne Mindestlaufzeit, und verlängert sich mangels Kündigung automatisch um jeweils einen weiteren Monat.
Es kann von beiden Parteien mit einer schriftlichen Kündigungsfrist von 2 Monaten (z. B. per E-Mail an support@bestellio.ch) gekündigt werden. Die Kündigung wird zum Ende des zweiten auf den Eingang der Kündigung folgenden Monats wirksam; bis dahin geschuldete Monatsgebühren bleiben fällig.
Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Parteien vorbehalten. Nach Vertragsende wird der Zugang zum Panel deaktiviert; der Kunde ist dafür verantwortlich, zuvor die von ihm benötigten Daten zu exportieren.
Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, kann der Anbieter nach erfolgloser schriftlicher Mahnung mit Nachfrist von 10 Tagen den Zugang zur Plattform vorübergehend sperren. Die Zahlungspflicht für die Vertragsdauer bleibt während einer Sperrung bestehen.
Bereits eingegangene Endkundenbestellungen bleiben von einer Sperrung unberührt, soweit dies technisch möglich ist. Der Anbieter wird eine Sperrung mit angemessener Vorankündigung ankündigen, damit der Kunde seine Endkunden informieren kann.
Online-Zahlungen werden über den Zahlungsdienstleister Stripe im Rahmen von Stripe Connect abgewickelt. Im Rahmen des Onboardings schliesst der Kunde mit Stripe ein eigenes, direktes Vertragsverhältnis ab und akzeptiert das Connected Account Agreement von Stripe (stripe.com/legal/connect-account). Der Anbieter ist an diesem Vertragsverhältnis nicht Partei.
Die Zahlungen erfolgen als Direktzahlung („Direct Charge“) unmittelbar auf das Stripe-Konto des Kunden. Der Anbieter ist zu keinem Zeitpunkt Inhaber der Endkundengelder und hält keine Kundengelder treuhänderisch. Karten- und Zahlungsdaten werden nicht an Systeme des Anbieters übermittelt.
Gebührentransparenz: Der Anbieter behält bei jeder erfolgreichen Online-Zahlung eine Plattformgebühr von 0,5 % des Bestellbetrags ein. Diese wird im Stripe-Konto des Kunden als „application fee“ ausgewiesen und vom Auszahlungsbetrag des Kunden abgezogen. Sie ist von den Transaktionsgebühren von Stripe zu unterscheiden; diese werden von Stripe separat erhoben und vom Kunden getragen.
Auszahlungen an den Kunden richten sich ausschliesslich nach den Bedingungen und Fristen von Stripe. Der Anbieter hat auf Auszahlungszeitpunkte, Reserven, Kontoprüfungen oder Kontosperrungen von Stripe keinen Einfluss.
Für Rückerstattungen, Stornierungen, Rückbuchungen (Chargebacks) und Beanstandungen von Endkunden ist ausschliesslich der Kunde verantwortlich, da der Kaufvertrag zwischen ihm und dem Endkunden besteht und der Kunde Merchant of Record ist. Der Anbieter stellt lediglich die technische Infrastruktur bereit und führt Rückerstattungen im Namen und auf Rechnung des Kunden aus.
Lehnt der Kunde eine bereits online bezahlte Bestellung ab, wird der volle Bestellbetrag automatisch an den Endkunden zurückerstattet. Die vom Anbieter einbehaltene Plattformgebühr wird dabei vollständig mit zurückerstattet.
⚑ Wichtig: Die Transaktionsgebühr des Zahlungsdienstleisters wird bei einer Rückerstattung nicht zurückerstattet und verbleibt zulasten des Kunden. Beispiel: Wird eine Bestellung über CHF 48.50 vollständig zurückerstattet, verbleibt eine Transaktionsgebühr von rund CHF 1.88 beim Kunden. Dieser Betrag ist eine Gebühr des Zahlungsdienstleisters und keine Vergütung des Anbieters.
Rückbuchungen werden über das Stripe-Konto des Kunden abgewickelt. Der Kunde ist für die Bearbeitung von Rückbuchungsfällen und die Beibringung von Nachweisen selbst verantwortlich. Weder der Anbieter noch Stripe haften für die Erfüllung des Kaufvertrags gegenüber dem Endkunden.
⚑ Die vorstehende Zuweisung der Verantwortung gilt im Verhältnis zwischen Anbieter und Kunde. Zwingende gesetzliche Bestimmungen sowie Art. 100 Abs. 1 OR bleiben vorbehalten.
Bietet der Kunde über die Plattform alkoholische Getränke oder andere altersbeschränkte Waren an, ist er für die Einhaltung der gesetzlichen Abgabevorschriften allein verantwortlich.
⚑ In der Schweiz gelten für die Abgabe alkoholischer Getränke Mindestaltersgrenzen (grundsätzlich 16 Jahre für gegorene Getränke wie Bier und Wein, 18 Jahre für gebrannte Wasser); kantonale Bestimmungen können abweichen. Der Kunde prüft das Alter des Endkunden bei der Übergabe bzw. Lieferung.
Eine Altersangabe oder Bestätigung des Endkunden in der Bestellstrecke ist eine blosse Selbstdeklaration und ersetzt die Alterskontrolle bei der Übergabe nicht. Die Plattform führt keine behördlich anerkannte Altersverifikation durch.
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Eine Verfügbarkeitszusage (Service Level) besteht nicht.
Unterbrechungen können insbesondere durch Wartungsarbeiten, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, Datenbank, Zahlungsdienstleister, Telekommunikation) oder höhere Gewalt entstehen. Planbare Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit ausserhalb der üblichen Betriebszeiten durchgeführt und angekündigt.
Der Anbieter haftet nicht für Speisen, Getränke, deren Qualität, Zubereitung, Deklaration, Lebensmittelsicherheit, Abgabe oder Lieferung. Diese Verantwortung liegt ausschliesslich beim Kunden. Ansprüche von Endkunden aus dem Kaufvertrag richten sich ausschliesslich gegen den Kunden.
⚑ Die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ist, soweit gesetzlich zulässig, wegbedungen. Für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust oder Folgeschäden wird keine Haftung übernommen. Eine Wegbedingung der Haftung für rechtswidrige Absicht oder grobe Fahrlässigkeit ist nach Art. 100 Abs. 1 OR nicht möglich; insoweit haftet der Anbieter nach den gesetzlichen Bestimmungen. Ebenso unberührt bleibt die zwingende Haftung nach Produktehaftpflichtgesetz.
Der Kunde hält den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die darauf beruhen, dass der Kunde seine Pflichten aus diesem Vertrag oder gesetzliche Vorschriften verletzt hat.
Die Bearbeitung von Personendaten durch den Anbieter im Rahmen des eigenen Geschäftsbetriebs richtet sich nach unserer Datenschutzerklärung.
Soweit der Anbieter bei der Abwicklung von Endkundenbestellungen Personendaten (z. B. Name, Telefonnummer, Lieferadresse, Bestellinhalt) für den Kunden bearbeitet, ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsbearbeiter im Sinne von Art. 9 revDSG. Es gilt Folgendes:
Die Parteien können ergänzend eine separate Vereinbarung zur Auftragsbearbeitung (AVV) mit detaillierten technischen und organisatorischen Massnahmen abschliessen; diese geht bei Widersprüchen dieser Ziffer vor.
Verhältnis Anbieter – Kunde: Der vorliegende Vertrag ist ein Vertrag zwischen zwei Unternehmen. Das Widerrufsrecht nach Art. 40a ff. OR findet keine Anwendung, da diese Bestimmungen ausschliesslich Verträge mit Konsumentinnen und Konsumenten erfassen. Die Kündigungsregelung nach Ziffer 5 bleibt unberührt.
⚑ Verhältnis Kunde – Endkunde: Für zubereitete Speisen und Getränke besteht kein Widerrufs- oder Rückgaberecht, da es sich um schnell verderbliche Waren handelt, die nach Kundenspezifikation zubereitet werden. Nach Annahme der Bestellung durch den Kunden ist eine Stornierung durch den Endkunden grundsätzlich ausgeschlossen; der Kunde kann eine Bestellung jedoch jederzeit ablehnen (Ziffer 9). Die Ausgestaltung und Kommunikation dieser Bedingungen gegenüber dem Endkunden obliegt dem Kunden.
Sämtliche Rechte an der Bestellio-Plattform, ihrer Software, Marke und Gestaltung verbleiben beim Anbieter. Dem Kunden wird für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht eingeräumt.
Vom Kunden bereitgestellte Inhalte (z. B. Logo, Bilder, Menütexte) verbleiben beim Kunden. Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, diese Inhalte zum Zweck der Vertragserfüllung darzustellen, und sichert zu, über die erforderlichen Rechte zu verfügen.
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in geeigneter Form (z. B. per E-Mail) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht vor Inkrafttreten, gelten die Änderungen als genehmigt; im Falle eines Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
Es gilt ausschliesslich schweizerisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Kollisionsnormen. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Fragen zu diesen AGB richten Sie bitte an: support@bestellio.ch